Samstag, Februar 25, 2017

neue töne (1723): christiane rösinger


foto: doro tuch

schöne platte, die da christiane rösinger an den start brachte. ende februar wars, die frühjahrsdepression hing bereits vorbereitend überm balkongeländer. doch rösinger wird sie ignorieren, sie befreit sich ja gerade. erst die mutigen worte zum empfang von neuer energie, von neuen melodien, neuen worten und wenig später die erkenntnis, dass auch inspiration nicht ohne arbeit auskommen wird. sätze und sätze, die noch für die vergangenheit verschwendet werden, doch wir wissen längst, und hängen an ihren lippen, dass selbst das "schal"ste nicht ohnen zwinkernde augen auskommt. dabei bleibt der wortwitz, der blick hinter die kulissen dauerhaft präsent. leiden ist die voraussetzung für ernsthafte schaffenskraft. daran klammert sich die künstlerin und bietet teilhabe an.

ihre stimme hat einen ableitenden kick, sie hat ein zeitloses timbre und kann dennoch zugeordnet werden. sie spricht dieselbe sprache wie alle zuvor sprachlosen. die worte sprudeln, als hätten sie keine zeit, als würden sie alsbald vergessen. eingefasst in eine popmusikalische, antriebsimmanente soundkulisse etabliert sich das mitteldeutsche idion immer wieder neu, ohne sich bedrängend an den gegenüber kuscheln zu wollen. warum auch? hier äußert sich eine autarke persönlichkeit, die nicht weniger als der künstlerin drang an die öffentlichkeit zwingt. hören wir ihr zu!

über ein leben, das nicht leicht ist, über liebe, die nicht ohne leiden zu haben ist, über menschen, die man am liebsten meiden würde, wenn man nicht auf sie angewiesen sein würde. bei rösinger klingt das oft beiläufig und doch hängen die sätze nach, weil sie sich mit widerhaken an dich hängen.

"lieder ohne leiden" von christiane rösinger erschien am 24. februar auf staatsakt.

01.04.2017 Berlin, HAU1
04.04.2017 Hamburg , Uebel & Gefährlich
05.04.2017 Köln, Gebäude 9
06.04.2017 Frankfurt, Brotfabrik
07.04.2017 Schorndorf, Manufaktur
08.04.2017 CH-Zürich, Stall 6
09.04.2017 CH-St. Gallen, Palace
11.04.2017 AT-Wien, Brut
12.04.2017 München, Strom
13.04.2017 Leipzig, Werk 2


Freitag, Februar 24, 2017

eingestreut (1034): jon mckiel


photo: piotr filipek

weil wir gerade bei you've changed records waren (siehe gestrigen post), legen wir gleich noch das ycr-debüt von jon mckiel nach. es ist das bereits vierte album des jungen burschen aus nova scotia, das an der seite von jay crocker (of joyfultalk/no more shapes), sean dicey (joyfultalk) und aaron mangle (of cousins) entstand. die erste nummer "conduit" daraus ist ein wenig flach geschossenes rockzitat, das wahrlich lust macht auf mehr. die dynamik, die vitalität des ausdrucks, überhaupt der druck, die ernsthaftigkeit (ein friedenszeichen an die staaten) sind definitiv appetit anregend. "memorial ten count" wird der release heißen und am 10. märz erscheinen. natürlich gibt es diese veröffentlichung auch auf vinyl.

Donnerstag, Februar 23, 2017

neue töne (1722): richard laviolette


das wunderbare you've changed records wird nun auch ins neue jahr starten. die ersten releases befinden sich im lauf. unter anderem kann mitte märz das neue album von richard laviolette erwartet werden. wer sich ein wenig im programm von ycr auskennt, wird sein album "all of your raw materials" erinnern, das er mit the oil spills eingespielt hatte. der nachfolger wird "taking the long way home" heißen und sich mit offenen songs präsentieren, die sich kämpferisch gegenüber krankheit und tod geben und zugleich ein verweis sind auf den zusammenhalt bei freunden und in der familie. zunächst waren die aufnahmen als gemeinsames projekt von richard und seinem vater geplant. jedoch war letzterer gebunden, um seiner schwer erkrankten frau zur seite zu stehen. diese ausgangsposition sensibilisierte die gesamte nachfolgende vorgehensweise und bildete quasi den grundton für das album.

unterstützung fand der aus dem südwesten ontarios stammende in lisa bozikovic am piano, matthew reeves an der leadgitarre, jessy bell smith mit gesanglicher unterstützung, julia narveson (ever lovin’ jug band, lake of stew) an der fiddle und am double bass, aaron goldstein (cowboy junkies, bry webb, daniel romano) an der pedal steel, heather kirby (ohbijou, vag halen) am bass und aaron curtis an den drums.

mit dem titelsong gibt es einen ersten musikalischen verweis auf das album. es ist ein zurückgenommener stomp, es ist eine leidenschaftliche nummer, die sich in arrangement und in der gesanglichen darbietung nicht in den vordergrund gedrängt sieht, sondern den worten raum bietet, um an größe und blendkraft zu gewinnen. tolles stück!

Mittwoch, Februar 22, 2017

neue töne (1721): sarah davachi


photo by r. smith

die detailliebe, ja, die suche nach dem einen moment, für den man augenblicke vergehen lässt. augenblicke, aus denen sich notenlagen schälen, strukturen entstehen, sich wundersam töne verschieben, als wären sie dehnbare objekte. der drone ist dringlich, aber keineswegs bedrängend, er behängt das stück wie eine lamettagrundlage den weihnachsbaum. der aus montreal stammenden künstlerin gelingt einmal mehr, die pfade zum glück als wenig berechnend und doch einnehmend, einvernehmlich zu gestalten. über allem schwebt etwas, als würde das göttliche eingefangen. ätherisch, mancherorts pastoral. die synthesizer verweigern den gedankenzugriff, sie spiegeln vor eine orgel zu sein, streicher, stimmen. sie besetzen erinnerungen und spielen mit ihnen. wer die augen schließt, wird sich auf eine immer wieder neue reise begeben.
mit "all my circles run" bietet sarah davachi via students of decay ihr mittlerweile viertes full length auf und selten war sie dabei strebsamer und origineller, kühler und berechnend und zugleich voller seele und emapthie. die fünf tracks sind wie eine offenbarung, sie schließen einandern ein und stehen für sich wie eine jeweils geschlossene welt. die lp erschien bereits im letzten quartal 2016, einige exemplare sollten noch erhältlich sein.

"über sarah davachi brauche ich nicht weiter ausführen, denn alle wesentlichen details ihrer karriere verarbeitete ich in zwei notizen 2015. hier unter anderem die wichtigsten veröffentlichungen sowie angaben zum debütalbum "barons court", hier ausführungen zu kleineren releases mit aktuellem bezug."

Dienstag, Februar 21, 2017

glotzt nicht so romantisch (777): hauschka


die oscar nominierung ist für uns kaum ein indikator für die qualitäten des düsseldorfers, mit nachfolgendem video gibt es einen ersten verweis auf das neue album "what if", das ende märz auf city slang und temporary residence erscheinen wird: hauschka:

glotzt nicht so romantisch (776): chantal acda


ihren sagenhaften auftritt auf dem orange blossom special festival werden wir nicht vergessen, das neue video zu "fight back" erinnert an diese unwahrscheinlich sachte und doch aussagekräftige stimme, mit "bounce back" darf man das neue album ab 21. april via glitterhouse records erwarten; chantal acda:

28.04.2017 NL - Helmond - Cacaofabriek
30.04.2017 BE - Antwerp - De Studio
01.05.2017 NL - Amsterdam - Paradiso
02.05.2017 NL - Heerlen - Klooster
03.05.2017 BE - Leuven - Wagehuys/30cc
10.05.2017 BE - Gent - Handelsbeurs
16.05.2017 BE - Brüssel - Botanique (Les Nuits)
20.05.2017 AT - Wien - Chelsea
21.05.2017 DE - München - Milla
22.05.2017 DE - Z-Bau - Nürnberg
23.05.2017 DE - Dresden - Societaetstheater
24.05.2017 DE - Berlin - Privat Club
25.05.2017 DE - Hannover - Feinkostlampe
26.05.2017 DE - Köln - Blue Shell

Montag, Februar 20, 2017

ein (p)fund mp3 (544), teil 2

eine der ersten nummern aus dem neuen album "you had me at goodbye" ist "antiseptic greeting", das mich an eine begegnung neulich erinnert, kennt Ihr das auch?, album ab dem 24. märz am start: samantha crain:


ist ja manchmal so, dass einen eine bestimmte musik komplett fasst, hier ist das der fall, den 10. märz haben wir uns definitiv notiert, dann erscheint auf pnkslm recordings das debüt "you tried", "cry later" ist bereits die dritte single daraus: hater:


deutlich stattlicher wird es hier, das londoner trio hat sich dem noise verschrieben und haut mal eben eine doppel-a-single heraus, erscheinen wird "the mound/disappear" mitte märz, bis dahin geben wir Euch das: girls in synthesis:


der westlondoner vierer bringt mit "this close" seine debütsingle heraus, sie wird ende märz auf ra-ra rok records erscheinen, für ein erstes elaborat eine mehr als ordentliche nummer, findet Ihr auch: weird milk:


das zweite album der belgier bringt unter anderem das launige "the lonely place" hervor, den rest von "too sorry for any sorrow" gibt es dann ab 03. märz via humpty dumpty bzw. teenage menopause records: mountain bike:


schöner abschluss für heute, ungefragt präsentieren wir Euch asa söderqvist, die aus stockholm startet, um ihre neue ep "2" mit "sugar town" anzukündigen, kommt auch via dem heimatlichen label pnkslm recordings: shitkid:


jeb loy nichols
23.04.17 München, Muffatcafé
24.04.17 Berlin, Privatclub
25.04.17 Köln, Stadtgarten
26.04.17 Hamburg, Nochtspeicher
27.04.17 Schorndorf, Manufaktur

ein (p)fund mp3 (544)

das duo (kelly atkins, greg giles) aus san francisco bringt nach acht jahren mal wieder ein album heraus, "songs praising the mutant race" bietet catchige melodien und zuckersüße harmonien, Ihr werdet sehen, hören: 20 minute loop:


die nummer "speed racer" wurde vom kommenden debüt "songs of her's" entnommen, damit ist schon dies und jenes behauptet, fast bewiesen, den rest gibt es ab 12. mai auf heist or hit: her's:


die single "scarlett/serious" erschien vor kurzem auf lazy octopus records, verantwortlich zeichnete die schwedische band um hillevi duus an den drums (hunt, growth), tove möller an der gitarre (to all my friends) und ella blixt am bass (it's a musical, bobby and blumm, nikita, bobby baby): radula:


ich mag die jungs aus austin, die gerade ihr debütalbum angehen, "heather, you're so cool" wird auch auf dem axis mundi records release zu finden sein, und irgendwie passt es perfekt in die bisherige aufreihung, gell?: dumb:


die preorder für "malenkost" läuft bereits, es ist das erste mal, dass der 2015er release auf vinyl erscheint, der aufgabe hat sich maple death records angenommen und verhilft patrick flegel, dem gitarristen von women zu hoffentlich immer mehr aufmerksamkeit: cindy lee:


noch ein verweis, nach bislang zwei videos, auf das neue album "enter the kingdom", den schwung dürft Ihr gleich mal zum kauf des bereits fünften albums der amerikanischen folkpoptruppe mitnehmen, viel spaß mit: frontier ruckus:


radula
24.02 Malmö - Grand
26.02 Kiel - Hansa48
27.02 Hamburg - Fabrik Im Gängeviertel
02.03 Berlin - Ausland
03.03 Großhennersdorf - Kunstbauerkino
04.03 Bremen - Kulturbunker