Montag, Januar 16, 2017

glotzt nicht so romantisch (760): e


vor allem wollen wir mit diesem post auf die kommenden tourdaten von (a band called) e hinweisen, einer band, die sich um thalia zedek  (come, uzi, live skull) herum konstituiert hat und mit jason sanford (neptune) und gavin mccarthy (karate) sattsame unterstützung erhielt. daneben kann man prima das nachstehende video vom albumtrack "great light" anhängen, es bezeugt den kraftvollen aufgalopp des dreiers, der im debütwerk, erschienen im letzten jahr auf thrill jockey, kulminierte.

17.01.2017 | Munich, Germany | Feierwerk
18.01.2017 | Karlsruhe, Germany | Jubez
20.01.2017 | Esslingen, Germany | Komma
24.01.2017 | Hamburg, Germany | Kunst
25.01.2017 | Postdam, Germany | Kuze
26.01.2017 | Berlin, Germany | Schokoladen
28.01.2017 | Dresden, Germany | Scheune

eingestreut (1025): tropical skin byrds


eine fetzige ep aus dem hause wharf cat records möchten wir Euch ans herz legen. macht aber nur sinn, wenn Ihr Euch allerliebst austoben wollt. denn tropical skin byrds lassen es ordentlich krachen, treibend und mit aller sangesmacht geht der dreier es an. zz ramirez von the ukiah drag lässt die sechssaitige düster kreiseln, die gesänge von nina hartmann wie aus dem off und dennoch wach, dazu ein deeper bass, geführt von sean halpin von craow. die fünf tracks der selbstbetitelten ep wurden in einer edition von 200 stück vorteilhaft auf vinyl gepresst. also ran da.

Sonntag, Januar 15, 2017

eingestreut (1024): molly joyce


ein wahrlich starkes stück wollen wir heute noch nachschieben. der sonntag spätnachmittag scheint der passende zeitpunkt. die junge molly joyce wird am 27. januar auf new amsterdam records ihr debütwerk herausbringen dürfen. es wird eine ep sein, die zwei tracks für solovioline enthält, ergänzt um vorab aufgenommene elektronica. "lean back and release" gibt erste hinweise auf dieses berauschende, weihevolle erlebnis. ich bin hin und weg von diesem zwingendem auftritt. von einer kraftvollen spielweise, die doch die brüche nicht überspringt, die den anorganischen elementen raum lässt und doch dominant und fordernd bleibt.

eingestreut (1023): thisquietarmy


"métamorphose vi - tu aimerais parfois te retirer de ta matière" ist ein erster ausschnitt aus dem neuen album von thisquietarmy, das unter dem namen "métamorphose" am 13. februar erscheinen wird. der dem experimentellen zugewandte kanadier hat schon einige stilrichtungen bewandert, hier konfrontiert er uns mit schlüssigen soundlandschaften aus gefächerten gitarrenspuren und hallgefüllter elektronica. das kann eine sehr runde sachen werden, ist doch bereits der appetithappen ein mundendes etwas. in bälde dann ausführlicher, wenn das mehr als zweistündige machwerk im doppel-lp-format auf grains of sand records erschienen ist.

Samstag, Januar 14, 2017

glotzt nicht so romantisch (759): burkini beach


der sprache sind wir alle mächtig, irgendwann mal oder jederzeit, je nach temperament, die melancholie heilt oder höhlt die herzen aus, der in berlin stationierte singer / songwriter packt an der wurzel und schmerzt dennoch nicht nach, einmal und gut, man muss nicht immer noch einen draufsetzen, der aktuelle song heißt "the world at our fingertips" und verweist auf das kommende full length, der track wurde ins rechte bild gerückt, nachstehend: burkini beach:

glotzt nicht so romantisch (758): tim kasher


cursive, the good life oder auch saddle creek sind die entscheidenden stichworte, wenn man wenigstens etwas von seiner karriere unter eigenem namen ablenken wollte, diese erfährt mit "no resolution" eine neuerliche untermauerung im märz auf grand hotel van cleef. die erste single "an answer for everything" (mit einem irren beatlesken moment) wurde auch filmisch umgesetzt (klar, ist ja auch filmmusik...), obenauf die tourdaten: tim kasher:



09.03. Hamburg, Kleiner Donner
10.03. Bremen, Karton
11.03. Osnabrück, Glanz & Gloria
12.03. Berlin, Monarch
13.03. Göttingen, Dots
14.03. Köln, Weltempfänger
15.03. Wiesbaden, Walhalla
16.03. Saarbrücken, Mauerpfeiffer
17.03. Schweinfurt, Ostentorkino
18.03. München, Cord
19.03. Regensburg, Alte Mälzerei
20.03. Freiburg, Samp
21.03. CH - Winterthur, Kraftfeld

Freitag, Januar 13, 2017

glotzt nicht so romantisch (757): binoculers


das neue album "sun sounds" ist bereits im köcher, doch bevor alle pfeile im bogen gespannt werden (ab 10. märz auf insular), gibt es appetithappen, um im bild zu bleiben, mit eben einem ersten vorabpfeil, "the cities" wurde in stimmungsvolle bilder gesetzt, ab märz auch auf tour, die daten geben wir bald durch: binoculers:


neue töne (1712): neutral shirt


das ist es, was ich mag. wenn die stimme sich eine willentliche grenze setzt, um auf ihr herum zu operieren. sie für sich zu nutzen, als markierung, als ein zeichen, als eine möglichkeit, aber nie als stoppschild. mit neutral shirt begegnen wir jungen amerikanern, die auf lost sound tapes eine wenig gewaltige, dafür saftige ep vorlegen dürfen. matt terrones, wir verbinden ihn mit mandarin dynasty, bitte nachlesen, zeichnet für die songs verantwortlich, die anschließend in einem fünfer-team umgesetzt wurden. da sind blinkende gitarrenlines, traurig-melancholische bassgebilde und ein hölzernes schlagwerken. da ist prägnanter gesang, der sich dem diktat des rhyhtmus übergibt oder auch dagegen anzugehen gewillt ist. die sechs tracks sind leider viel zu flott vorüber. aber nichts einfacher als diesen moment zu fangen, in dem man wieder von vorn startet.

die ep ist mit "2016" überschrieben, wurde aber erst am 06. januar des gerade begonnenen jahres natürlich als kassettenrelease aufgelegt. irgendwie passt das. diese offensiven nummern bebildern ein in vielerlei hinsicht dem vergessen anheim zu gebenden jahr und bzeugen dennoch die hoffnung auf das kommende. aufgenommen wurde in santa an, kalifornien. auch das verbinde ich mit zukunft.
Euch lege ich mal "alone today" vor, mit welchem ich eine menge verbinde, zum beispiel, wie einfach es ist, den aufmerksamen hörer zu fassen. mir genügts. im positivsten sinne.
den rest gibt es dann hier bzw. wenn Ihr Euch für einen heiermann das tape besorgt.

Donnerstag, Januar 12, 2017

neue töne (1711): janne westerlund


photo by hans eiskonen

über "marshland" hatten wir im februar des vorletzten jahres berichtet. heute bezeichnet das veröffentlichende label das album als das dunkelste bluesalbum ever, das in finnland je veröffentlicht worden ist. wir schrieben damals:
rau die stimme, belegt wie nach durchzechter nacht. aus dem rumpf entsteigt sie fiebrig, kehlig, waidwund. und dennoch schlägt sie sich eine bahn. zwischen den dumpf rollenden beat, die schweissnasse harmonika, das kreisende holz. janne westerlund bläht nichts auf, wirft sich maximal in den hall oder sucht verstärker wie mäanderndes flötenspiel, stimmen, die aus dem off speien. der rest ist vom schnickschnack befreites musizieren. ganz nah dran am blues, an tradierten formen des folks, heruntergebrochen, in dürftigkeit, amen. saitenspielereien, schelmereien, eulenspiegelerische lust, zuweilen. minmal.
der in den frühen siebzigern geborene musiker kann bereits auf eine erkleckliche vita verweisen. da finden sich zunächst all die mitwirkungen in bands wie plain ride, chainsmoker, circle oder pharaoh overlord, rückzublicken bis in die 90er, da er mit sweetheart seine erste truppe beisammen hatte. mittlerweile spricht man von über fünfzig alben, auf denen westerlund mitgewirkt hat. ungewöhnlich dabei vielleicht ist seine treue zu ektro records, die sich durch viele seine projekte zieht. so auch die erst im jahr 2012 gestartete solokarierre. damals erschien sein erstling. "oran", zwar noch auf 9pm veröffentlicht, folgt in diesem jahr der nachfolger "marshland" neuerlich auf ektro.
mit dem finnen westerlund geht man musik wieder etwas mehr auf den grund. er verzichtet auf die theatralik eines david eugene edwards und sucht gleichzeitig diesen zeitversetzten ausdruck, der sich vermeintlich aus urgründen besetzt. die ahnung einer wesenheit, einer lesart vielleicht. es gibt menschen, die sind unserer vergangenheit näher. westerlund gehört sicher dazu. blechern bricht das banjo die stimmung, worte stolpern im zwist hervor. ein wurmstichiger dulcimer flirrt, zittrig der gesang. im keckernden rhythmus des greinenden. ein singsang durch die zeit.
mit seinem neuen album, so das label heute nun weiter, versucht westerlund wieder ans licht zu finden: "by deploying means ranging from the choral exploration of "so messed up" to the obsessedly monotonic boogie of "run no more", completed with two songs from circle's repertoire, he manages to come up with a captivating, sorcerous journey for an album.", heißt es dort also. "there's a passage" wird am 17. februar auf full contact records erscheinen und enthält unter anderem nachfolgende tracks. ersterem erlaubt man die herkunft der klangwelt wegen, der zweite dem idiom. zwischen folk und blues, zwischen tradition und hier und jetzt changierend, wiederbelebt die musik eine ahnung von mehr. die preview sollte verheißung genug sein, um mitte februar seiner zu erinnern und einkaufen zu gehen.

Mittwoch, Januar 11, 2017

eingestreut (1022): david dondero


wohl eines der frischesten, weil jüngsten alben des gerade begonnenen jahres ist "inside the cat's eye" von david dondero. zum zwecke der veröffentlichung wurde koschke records gegründet. am 23. januar wird eben dort das neunte album des amerikanischen songschmieds erscheinen. der kerl geht seinen weg der poesie und erstaunlich fein austarierten lieder konsequent weiter, auch auf dem neuen werk findet sich der stille glanz manchen vorgängerwerks. via bandcamp kann man bereits antesten, was nun wenig später auch auf vinyl zu haben sein wird. ich teile mal mit Euch "capitol buildings bleed", da dondero die stimme zittert zur keckernden gitarre. doch handfesteres wird sich ebenso finden lassen, da der blues blüht oder ein munterer shuffle erklingt oder sich gar ein walzer drehen lässt. schön ists!