Freitag, Februar 16, 2018

hicks!: aul


starker release auf red brick chapel, ende des vergangenen jahres erschien "uto", das exzerpt eines jahreslangen zusammentuns des dreiers aus roland wäspe (guitar), martina berther (bass) und mario hänni (drums), verspult, intuitiv, kreativ, ideenausbund: aul:

Donnerstag, Februar 15, 2018

hicks!: kemialliset ystävät


lieblingsband mit neuem material, auf dem u.a. tätig waren: jan anderzén, francesco cavaliere, petra poutanen, antti tolvi. "ramses kutoo", so heißt es, wird nicht auf dem baldigst erscheinenden neuen album enthalten sein. na denn: kemialliset ystävät.

Mittwoch, Februar 14, 2018

hicks!: grdns


schön verspult, doch aufregend aufgewühlt, kommt uns da die erste single des psychpop dreiers grdns, das mit "night dance" auf dem leedser label dance to the radio beheimatet ist, der 13. februar war veröffentlichungstermin:

Dienstag, Februar 13, 2018

konzert: jaye bartell, 09.02.18


die lieder sind von einer direktheit, dass es einem den atem stoppen mag. sie sind klar und tief, dass man sich verlieren kann, ohne orientierungslos dahin zu vegetieren. jaye bartell präsentierte sie pointiert und mit einer miene, die sich im rücken seines publikums einen ankerplatz zu suchen schien. zwischen den nummern kehrte er wieder zurück, blickte offen um sich und nahm gar kontakt auf. anfangs noch etwas verbittert, da das auditorium nur schwach besetzt war, später deutlich entspannter, nachdem er feststellen konnte, dass die aufmerksamkeit enorm hoch war. gemeinsam mit seiner charmanten begleitung laura loriga gelang ihm so ein mehr als ansprechender konzertabend. wir verfingen uns in seinen gedanken, er in dieser wunderlichen, licht gearteten location, wir ineinander, weil man sich genau darauf einigen kann. so schlittert das erwärmende "give erin a compliment (so kind)" zwischen uns, da laura den angel olsen part übernimmt und man sich flott aufgerufen fühlt mitzusingen.

vielleicht war es das vorerst (für mich) in der bergschmiede. es gibt nichts zu beschönigen. die künstler, die wir einladen, haben eine anziehungskraft, die sich aus anderem speist als aus einem hohen mainstreamfaktor, vielleicht liegt der konzertort zu weit außerhalb der unstrittigen münchner szenerie, vielleicht haben wir das falsche bier am start. die vorbereitung solcher events kostet zu viel zeit, zu viel kraft, zu viele emotionen, die ich derzeit nicht in der lage zu geben bin. und wenn am ende gerade mal ein drittel des eh schon knappen publikums gewillt ist für den abend zu zahlen (in kleiner münze), dann legt man eben auch hier noch oben drauf.

Montag, Februar 12, 2018

hicks!: caroline says


konfrontiert mit dem staatensong. man kann ihn versetzen. denkt sich caroline sallee, die unter caroline says firmiert und verwendet wenigstens den titel, um dem lynyrd skynryd original etwas engegen zu setzen. sehr gelungen, wie wir finden. am 16. märz erscheint auf western vinyl der zweite longplayer "no ffol like an old fool".

Sonntag, Februar 11, 2018

hicks!: frankie cosmos


yep, die wunderbare great kline mit ihren mann auf dem weg zum neuen album, "vessel" erscheint am 30. märz auf sub pop und macht mit ersten videos bereits ordentlich auf sich aufmerksam, wir insistieren gern: frankie cosmos:


Sonntag, Januar 21, 2018

karl blau - out her space (2017, bella union)


das ist die irre welt. in all ihrer formvollendung. da spulte der bursche mal eben ein coveralbum herunter und jedermann fügte begeistert seinen sermon bei. die deutlich über dem durchschnitt liegende kost stand jedoch zu jenem zeitpunkt nur einem mehr als erklecklichen output vor, den karl blau über all die jahrzehnte seines musikalischen schaffens stets an den mann zu bringen gewillt war.
wer also "introducing karl blau" wahrgenommen hatte, musste noch lange nicht auf "out her space", welches letzten november erschienen war, aufmerksam geworden sein. dabei ist sein aktueller achttracker erneut ein kleinod, wie es im oeuvre des amerikaners einige andere zu entdecken gibt.
weit ab von vermeintlich modernen geschmacksparametern mäandert blau durch einen unerschöpflichen genrekosmos nebst unverhohlenem zugriff auf die erfahrungen etlicher musikerkollegen vor ihm. nicht umsonst, dass der name frank zappa immer wieder vor dem geistigen auge auftaucht. zuweilen vertrackt, spinnert, geriert sich der erguss, stets aber freundlich, zugewandt, mit einer karibischen note, akzentuiert, kunstfertig, mutig.
karl blau konnte für das neue album ausgesprochen großartige musiker gewinnen, darunter phil cook von megafaun oder matthew e. white. gemeinsam scheint man sich ständig der entworfenen finessen zu freuen. ein kollektives erlebnis, das früheren großtaten des aus anacortes stammenden künstlers in nichts nachsteht. beispielgebend sei das euphorische "valley of sadness". es hat so viel pfeffer, dass es das gesamte sortiment der aktuellen top 40 wie nichts wegkloppte. oder das hippe "blue as my name", groovy! 

Samstag, Januar 20, 2018

hicks!: yo la tengo


wer kann, der kann. auf vier tracks aus dem neuen, im märz erscheinenden yo la tengo album zugreifen.

Montag, Januar 15, 2018

trio.diktion - serenade (2017, golden ticket)


dem jazz ein zaumzeug umgelegt, das ihn nicht in den nacken beisst, das nicht einschnürt, das nicht reibt und an dem man nicht so zerren kann, dass es einem den kopf zurückreisst. im gegenteil ist das teil samten und wohldrapiert. eine feierliche komponente wohnt dem hoffierten genre inne. die melodramatischen momente werden gekonnt verinnerlicht und zu eigen gemacht. der große rest ist ein sonniger ablaß, ein feinsinniges kunstwerken. vier junge musiker, die in dresden und leipzig ihr handwerk lern(t)en, finden auf ihrem zweiten gemeinsamen album namens "serenade" zueinander.
während das piano ein vermeintlich klassisches motiv erörtert, zärtelt die posaune wind in die atem holende klarinette. ein gepflegter bass trimmt die runde geschickt in die gemeinsame mitte. was wie ein lustiger ringelreigen anmutet, ist nur der auftakt für ein komplexes aufspiel, für ein abgerungenes exzerpt versierter vorarbeit. spürbar die energie, der aufwand, die nachgerade zu dieser kunst führten.
eine kunst, der man das juvenile moment gönnt, denn es mündet in berauschtheit, in einen stilemix und bebildert dabei eine mutige fahrt durch die tore von pop, kunstlied und jazz. gern verfolgt man die vermeintlich einer operette entstiegene melodie, entspannt über dem konter aus perkussivem und dräuendem bass/saxophon duett. so vielseitig, so organisch. so perfekt, so zwanglos. das trio.diktion  beliebt zwischen improvisation und klarer einvernahme zu changieren, jedem fern und überall zuhause, ohne sich anzuschmeicheln. respekt.
das album erschien mitte des jahres auf golden ticket.